Wildbienen bestimmen: Steckbrief und Fotos der Hosenbiene

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Bei den Braunbürstigen Hosenbienen haben die Weibchen die Hosen an – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Die Weibchen der Dasypoda hirtipes haben buschige Haare an den Beinen, die aussehen wie Baggypants. Mit diesen "Hosen" können die Wildbienen-Mamas super effizient Pollen transportieren, um ihren Nachwuchs mit Nahrung zu versorgen. Leider sind diese wunderschönen Bienen in Deutschland nicht mehr überall anzutreffen: in vielen Regionen gelten sie als gefährdet.

Name Braunbürstige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes)
Größe 12–15 mm
Flugzeit Mitte Juni bis Ende September
Vorkommen Regional gefährdet
Blütenvorliebe Spezialisiert auf Korbblütler (z.B. Bitterkraut, Wegwarte, Ferkelkraut)
Lebensraum Sandgruben
Nistweise Selbst gegrabene Hohlräume im Sand

Hosenbiene: Wo nisten Hosenbienen und welche Wildblumen mag sie?

Die Braunbürstige Hosenbiene ist ein Pollenspezialist und ist bei der Nistplatzwahl sehr wählerisch. Da ihr Lebensraum vielerorts von uns Menschen dezimiert wird, befindet sich diese Wildbiene auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Allerdings gibt es hier regionale Unterschiede: In Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen ist die Hosenbiene gefährdet; in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt befindet sie sich auf der sogenannten "Vorwarnlist" und in Rest von Deutschland ist sie (noch) häufig anzutreffen.

Bei der Nistplatzwahl graben die Weibchen der Braunbürstigen Hosenbiene Löcher im sandigen Boden, die bis zu 60 Zentimeter tief werden können. Abzweigend von dem Hauptgang gräbt das Weibchen dann weitere Nebengänge, die jeweils eine Brutzelle werden. Da sich die Weibchen um so viel Nachwuchs kümmern müssen, kommt es ihr gelegen, dass sich sehr viele Pollen in ihren Beinen verfangen. Diese streift sie in ihre Brutzellen ab, um ihren Nachwuchs mit genügend Nahrung für den Winter zu versorgen. Allerdings gestaltet sich die Nahrungssuche nicht immer so einfach für die Hosenbiene, da sie oligolektisch ist. Das bedeutet, dass sie nur die Blüten einer bestimmten Pflanzenfamilie anfliegt – im Fall der Braunbürstigen Hosenbiene sind das die Korbblütler, wie Wegwarte, Bitterkraut, Gänsedistel, Ferkelkraut, Habichtskraut und so weiter.

Hosenbiene: Wo nisten Hosenbienen und welche Wildblumen mag sie?
Eine Hosenbiene auf einer Kornblume © Pixabay

Hosenbiene erkennen: Äußere Merkmale und Bestimmungshilfe

Die Braunbürstige Hosenbiene ist ziemlich leicht zu bestimmen, da die Weibchen ihre unverwechselbaren "Hosen" am dritten Beinpaar tragen. Wenn die Hosenbiene schon fleißig war und viele Blüten besucht hat, dann saugen sich diese Hosen mit Pollen voll und wirken noch größer. Das sieht dann fast so aus, als würde die Hosenbiene Baggypants tragen! Die Weibchen der Hosenbiene werden rund 15 Millimeter groß, die Männchen sind etwas kleiner und werden nicht größer als 14 Millimeter.

Die Hosenbiene nistet im sandigen Boden.
Die Hosenbiene nistet im sandigen Boden © Pixabay

Der Thorax der Hosenbiene ist schwarz mit dünnen weißen Randbinden. Ihr Kopf und Brustsegment sind, wie die Beine auch, stark behaart. Um Dasypoda hirtipes von anderen Hosenbienenarten (wie der Rauhfüßige Hosenbiene oder der Dunkelfransige Hosenbiene) zu unterscheiden, musst du die Wildbiene bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Sollte sie Korbblütler, wie Wegwarte, anfliegen, dann ist es höchstwahrscheinlich eine Braunbürstige Hosenbiene.

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