Ringelblume: Bienenfreundliche Heilpflanze mit vielen Talenten

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Schön, nützlich, gesund: die Ringelblume ist ein richtiges Multitalent im Garten. Wir Menschen benutzen sie als Heilpflanze; Bienen und andere Nützlinge lieben ihren Nektar; und Schädlinge werden von der Ringelblume vertrieben. Die Ringelblume ist also schön und vielseitig. Kein Wunder also, dass sie zu den ältesten Zierpflanzen im Garten zählt.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine einjährige Wildblume, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört. Obwohl die Ringelblume – streng genommen – nicht zu den heimischen Wildblumenarten gehört, freuen sich viele Wildbienen über die strahlenden Blüten.

Name Ringelblume oder Garten-Ringelblume
Botanischer Name Calendula officinalis
Familie Korbblütler (Asteraceae)
Art Asternartige (Asterales)
Ordnung Asteroideae

Wie sieht eine Ringelblume aus? Bestimmungshilfe und äußere Merkmale

Die Ringelblume ist überhaupt nicht schwer zu erkennen. Die krautige, einjährige Pflanze wird meist zwischen 40 und 50 Zentimeter groß. In Ausnahmefällen kann sie aber bis zu 80 Zentimeter hoch wachsen. Ihr vierkantiger Stängel wächst aufrecht und ist mit feinen Haaren überzogen. Meist weist der Stängel keine oder wenige Abzweigungen auf.

Die ungestielten Laubblätter der Ringelblume sind länglich mit runder Blattspitze und (wie der Stängel auch) leicht behaart. Ihre Form ist lanzettlich bzw. verkehrt eiförmig und die Blätter werden 3 bis 13 Zentimeter lang und 1 bis 4 Zentimeter breit.

Wie sieht eine Ringelblume aus? Bestimmungshilfe und äußere Merkmale

Sind Ringelblumen bienenfreundlich? Insektenfreundlichkeit und Vorkommen

Forschende sind sich noch nicht so ganz sicher, wo die Ringelblume ursprünglich herkommt, aber viele verorten ihre Herkunft im Mittelmeerraum. Dank ihren heilenden und nützlichen Fähigkeiten kultiviert der Mensch die Ringelblume seit Jahrtausenden. Daher ist Calendula heutzutage in ganz Europa anzutreffen. In Regionen mit nährstoffreichen, lockeren Böden wächst die Ringelblume sogar verwildert.

Sind Ringelblumen bienenfreundlich? Insektenfreundlichkeit und Vorkommen

Bienen und andere Insekten lieben die Ringelblume. Sobald die orangen Blüten die Sonne anbeten, wird sie besucht von Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen und Hummeln. Andere Nützlinge, wie Florfliegen und Schwebefliegen, mögen die Ringelblume ebenfalls und hier entsteht eine besondere Symbiose: Die ausgewachsenen Fliegen gönnen sich Nektar und Pollen und im Gegenzug fressen ihre Larven Schädlinge von den Blättern der Ringelblume.

Gartentipp für die Ringelblume: Standort, Aussaat und Pflege

Die Ringelblume ist relativ einfach anzubauen und bringt viele Vorteile im Garten. Abgesehen von ihrem ästhetischem Wert wehrt die Ringelblume Schädlinge wie Schnecken, Nematoden und Drahtwürmer ab. Außerdem lockt sie Nützlinge wie Flor- und Schwebefliegen an, deren Larven die Blattläuse auf anderen Pflanzen vertilgen. Eine Win-win-win-Situation also! Falls du Probleme mit Blattläusen o.ä. in deinem Garten hast, versuche es doch einmal mit ein paar Ringelblumen.

Gartentipp für die Ringelblume: Standort, Aussaat und Pflege

Die Ringelblume mag sonnige Standorte mit nährstoffreichen, lockeren Boden. Wie die anderen Wildblumen in der Bee friendly Bienensaat ist die Ringelblume auch ein Lichtkeimer. Das bedeutet, dass die Samen nach der Aussaat Licht benötigen, damit sie keimen. Daher solltest du ausgesäte Ringelblumensamen nicht mit viel Erde bedecken. Optimalerweise solltest du deine Ringelblumensamen zwischen April und Ende Mai aussäen – aber falls du spät dran bist, kannst du sie bis in den August hinein anpflanzen. Die Ringelblume kannst du ohne Probleme im Garten oder im Blumentopf oder -kübel auf dem Balkon kultivieren.

Beim Gießen sollte die Ringelblume lieber etwas zu trocken als zu nass behandelt werden. Kurze Trockenphasen steckt die Garten-Ringelblume problemlos weg, aber Staunässe mag sie so gar nicht. Düngen musst du die Ringelblume eigentlich nicht, wenn du sie denn in nährstoffreichen Boden angepflanzt hast. Falls deine Ringelblume in einer Bienenwiese steht, solltest du ohnehin auf Dünger verzichten, da viele andere bienenfreundliche Wildblumen Dünger nicht vertragen. Abgestorbene Blüten kannst du abzupfen.

Die Ringelblume ist keine mehrjährige Pflanze, daher musst du dir bezüglich der Überwinterung keine Gedanken machen. Falls sie bei dir in einer Wildblumenwiese steht, empfiehlt es sich die Wiese im Herbst zu mähen und den Grünschnitt abzutragen, damit du im nächsten Jahr wieder eine bunte Blumenwiese hast.

Die Ringelblume als Heilpflanze

Die Ringelblume hat abseits vom Garten vielerlei Einsatzmöglichkeiten: Ringelblumensalbe, Ringelblumentee, Ringelblumentinktur, Ringelblumencreme. Außerdem sind die Blüten der Calendula essbar und werden seit Jahrtausenden in Salaten oder zum Färben von Speisen genutzt. Auch bei der Käseherstellung kommen Ringelblumen zum Einsatz.

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