Bienenfreundliche Wildblumen: Die Wilde Malve

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Die Wilde Malve ist ein echter Allrounder. Seit Jahrtausenden wird sie als Heilpflanze verwendet und dank ihrem angenehmen Geschmack landet die Malve auch oft im Kochtopf (oder besser gesagt: in der Salatschüssel). Obendrauf ist die Malva sylvestris – so lautet der botanische Name der Wilden Malve – ein wunderschöner Dauerblüher im Garten und nährt Wildbienen und andere Insekten mit ihrem süßen Nektar.

Name Wilde Malve
Wissenschaftlicher Name Malva sylvestris
Familie Malvengewächse (Malvaceae)
Ordnung Malvenartige (Malvales)

Die Wilde Malve: Standort und Pflege für den bienenfreundlichen Dauerblüher

Die Wilde Malve mag es warm, sonnig und windgeschützt. Sobald diese drei Faktoren erfüllt sind, lassen sich ihre geaderten Blüten kaum mehr aufhalten. Wer keinen Garten am Südhang besitzt, kann die Wilde Malve auch hervorragend im Kübel anpflanzen. Die Erde sollte hierbei niemals zu nass sein, da die Wilde Malve Trockenheit gut verträgt. Schattige Standorte mag die Wilde Malve gar nicht, weshalb sie ohne Sonne auch keine Blüten ausbildet. Im Gegensatz zu anderen Wildblumen mag die Malve nährstoffreiche Böden. Damit deine Malve bis in den Herbst hinein blüht, kannst du sie ab und zu mit etwas Bio-Dünger düngen.

Wer die Wilde Malve an einen sonnigen Ort stellt, sie nicht übergießt und ab und zu mal düngt, wird von Mai bis Oktober mit farbenfrohen Blüten belohnt. Wenn es im Winter nicht zu kalt wird, überlebt die Wilde Malve meist zwei Jahre.

Die Wilde Malve als Heilpflanze: Beliebt bei Mensch und Wildbienen

Seit Jahrtausenden wird die Wilde Malve von uns Menschen als Heilpflanze benutzt. Grund hierfür sind die enthaltenen Schleimstoffe. Auch wenn das erstmal eklig klingt, sind diese Schleimstoffe für uns Menschen ziemlich cool, da sie gesunde Flavonoide und Zuckermoleküle enthalten. Wenn wir Blätter und Blüten der Wilden Malve essen, legen sich diese Schleimstoffe schützend auf unsere Schleimhäute im Mund- und Rachenraum. Auch im Magen-Darm-Trakt entfaltet die Wilde Malve ihre heilende Wirkung und wirkt beruhigend. Gerade bei Erkältungen, Husten oder Bauchschmerzen kann die Wilde Malve ganz natürlich helfen.

Auch Bienen, Wildbienen und andere Insekten lieben die Wilde Malve. Da sie so lange blüht, können Wildbienen richtig viel Nektar tanken und ihre Nachkömmlinge versorgen. Einige bedrohten Pollenspezialisten sind auf die Wilde Malve spezialisiert – also noch ein Grund die Wilde Malve im Garten anzupflanzen.

Bestimmungshilfe Wilde Malve: So erkennst du die bienenfreundliche Heilpflanze

Ursprünglich stammt die Wilde Malve aus Südeuropa und Asien, doch mittlerweile zählt sie auch in Mitteleuropa als heimische Pflanze. Du hast sie bestimmt schon an Wegesrändern, an Zäunen oder auf Brachflächen entdeckt. Bei idealen Bedingungen wächst die Wilde Malve aufrecht bis zu 125 Zentimeter; bei weniger guten Bedingungen wird die Malve um die 30 Zentimeter groß.

Bienenfreundliche Wildblumen: Die Wilde Malve
Bienenfreundliche Wildblumen: Die Wilde Malve

Das Heilkraut bildet pro Blüte fünf Blütenblätter aus, deren Färbung von purpur bis rosaviolett reicht. Meist stehen zwei bis vier Blüten zusammen, die jeweils einen Durchmesser von 2 bis 5 Zentimeter haben und radiärsymmetrisch angeordnet sind. Die Blätter der Wilden Malve sind zwischen 2 und 4 Zentimeter lang und 2 bis 5 Zentimeter breit. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die Behaarung auf den efeuähnlichen Blättern.

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